Damian Thater

Review - Bluetooth Speaker August MS425S

08.03.2013

Review - Bluetooth Speaker August MS425S

Während ich an Argh! Earthlings! arbeite, spornt mich häufig gute Musik an. Darum habe ich mir nun eine kleine Musikbox beschafft, den August MS425S - Bluetooth Speaker, um die Musik auch zu hören, wenn ich mal das Büro oder Zimmer wechsle. Ein Review.

Hab schon sehnsüchtig auf die Lieferung des Kleinen gewartet. Immerhin habe ich mir die Auswahl recht schwer gemacht. Beim Online-Versandhandel meines Vertrauens gab es unzählige zur Auswahl, aber nach 3 Stunden Suchen, Vergleichen, Abwägen und die-Ehefrau-von-der-Notwendigkeit-Überzeugen, habe ich mich doch für den ca. 23 € teuren August MS425S entschieden.

Was ich erwarte

Der Speaker soll folgende Punkte abdecken:

  • Kabellos (per Bluetooth) Musik ausgeben
  • Sich klangvoll anhören
  • Lange Zeit ohne Stromzufuhr spielen
  • Klein und handlich sein
  • Line-In über Klinke bereithalten
  • Nicht knattern, quietschen oder nerven

Besonderheiten des August MS425S:

  • Kann dank eingebautem Microfon Telefongespräche entgegennehmen
  • Kann Musikstücke Vor- und Zurückspulen

Unboxing

In der Box sind Speaker, Schnellanleitung, USB-Ladekabel, Klinken-Verbindungskabel.

Die erste Auffälligkeit ist, dass der Speaker ein gewisses Gewicht hat. Das ist insofern gut, als dass er bei Bässen nicht zu hüpfen oder vibrieren anfängt. Extremtest hierzu steht noch an, aber laut Sicherheitsbelehrungen soll man zuerst das Gerät nicht mit voller Lautstärke betreiben, um die Membran nicht zu beschädigen… naja, sehr zuvorkommend…

Das USB Kabel ist ca. 70 cm lang, Klinken-Verbindungskabel ist recht kurz - gefühlt nur 40 cm und reicht geradeso noch aus, um die Verbindung zum iPhone herzustellen. Ausserdem ist es sehr dünn - ob es so vor äusseren Störungen geschützt ist? Na, ich bin skeptisch.

Der Test

Auch sehr angenehm ist, dass der Speaker auf einem Gummiring steht. Das hat Potenzial die Vibrationen zu senken und somit meine Erwartung zum “nicht nerven” zu erfüllen… Der Gummiring scheint zudem noch sehr rutschfest zu sein. Der Speaker rutscht ab etwa (gefühlt) 45 Grad Neigung vom Display meines iPhones. Sehr gut!

Der Speaker hat an der Unterseite seinen gut erreichbaren An/Aus-Schalter. Die Batterie war bei der Anlieferung gerade noch go gefüllt, das es für einen ersten Soundcheck reicht. Also USB-Kabel an den Rechner angeschlossen und erst einmal aufladen lassen. Dabei fält auf, dass während des Ladevorgangs eine kleine Rote LED zeigt, ob der Akku voll ist. Diese LED ist nach ca. 2 Stunden ausgegangen - laut Dokumenation ein Hinweis auf das Ladeende.

Verbindung

Also schnell mal iPhone gezückt und per Bluetooth mit dem Speaker gekoppelt. Ohne Passwort. Laut Doku soll man auch 0000 eingeben, wenn z.B. ein PC nach einem Pin schreit. Beim iPhone war der Speaker ca. 10 Sekunden später einsatzbereit und hat einen deutlich klangvollen Sound von sich gegeben als es das iPhone jemals könnte. Cool!

Im Vergleich mit meinen PC-Speakern ist die Mono-Ausgabe natürlich ein Manko, dennoch macht sich der Kleine im Sound gut.

Was das iPhone kann, sollte der Mac auch können: Bluetooth an und mit dem August koppeln… Wenn man den Speaker zuvor mit einem anderen Gerät gekoppelt hat, wie dem iPhone, muss man ihn erst einmal - wie sooft bei Bluetooth Hardware - per Tastendruck darauf vorbereiten. Dafür wird die Telefontaste ca. 3 Sekunden lang gedrückt. Beep! Neues Gerät wird auf dem Monitor meines Macs angezeigt. Koppeln. Musik ertönt. Passt!

Laufzeit

Zeit mal den Dauerlauf zu testen. Im Büro spielt der kleine Zylinder locker 6 Stunden am Stück. Allerdings war die Lautstärke im Büro auf ein Minimum reduziert. Da sehe ich noch Potenzial.

Tag 8: Nach ganzen 30 Stunden Bürobeschallung in Zimmerlautstärke ist der keine Speaker am Ende seiner Kräfte angekommen. Bis dahin dudelte er fröhlich meine Playlist rauf und runter - sehr, sehr gut!

Der Dauertest hat mir gezeigt, dass die blaue Bluetooth LED, die alle 3 Sekunden blinkt, schon recht nervig ist. Vor allem wenn sie mir ins Gesicht leuchtet. Dreht man den Speaker um 180 Grad erreicht man die Navigationsbuttons nur noch schlecht. Ich denke, hier muss mir wiedermal mein Freund “das schwarze Isolierband” aushelfen und die LED abdunkeln…

Tag 5: Inzwischen habe ich die LED mit tiefschwarzem Islierband abgeklebt. Es ist lediglich ein hauchdünner Spalt zu sehen, der aber immernoch hell genug aufglühlt, wenn der Bluetooth Empfänger aktiv ist. Das lenkt nun nicht mehr so aggressiv ab, wie zuvor. Ich frage mich, warum die Bluetooth-LED nicht genauso klein gehalten wurde, wie die rote Lade-LED. Diese hat nur nadelkopfgroße Ausmaße und stört nicht im geringsten.

Die seitlichen Navigationsbuttons funktionieren übrigens mit einer kurzen Verzögerung einwandfrei: Vorheriges Lied, nächstes Lied, Pause. Die Lautstärke lässt sich per Drehregler gut handhaben.

Verbindungsabbrüche

Leider fällt der Winzling mit Verbindungsabbrüchen durch. Hin und wieder hört man Unterbrechungen, vor allem, wenn man mal eine Flasche Wasser oder den eigenen Körper in den Weg stellt. Da reichen bereits Entfernungen unter 1m beim iPhone. Das ist mies!

Entferne ich mich mehr als 4m vom Speaker, während der Speaker in der Nähe meines Computers steht, bricht die Verbindung komplett ab. Mein iPhone verbindet dann nicht mehr neu. Ich muss die Verbindung wieder manuell herstellen. Beim zweiten Versuch klappt der Reconnect wieder…. Wir belassen es vorerst beim “menschlichen Versagen”…

Schaltet man den Speaker zunächst auf Pause, verbindet er automatisch und sehr zuverlässig, wenn man wieder in seiner Nähe ist. Ein Druck auf Play und das Hörvergnügen geht weiter.

Der Mac dagegen sendet das Bluetooth-Signal deutlich stärker. Das Signal wird ca. 7 Meter weit übertragen. Im Test standen mein Schreibtisch und eine Tür aus Glas im Weg. Voraussetzung ist aber, dass man die Tasten zum Sender hin ausrichtet - da irgendwo scheint wohl der Empfänger zu sitzen…

Zum Glück geht dabei die Verbindung nicht ganz verloren, sodass der Musikgenuss sofort wieder fortgesetzt werden kann - aber das nervt schon einwenig…

Telefonie

Dank eingebautem Mikrofon kann man Telefongespräche entgegennehmen. Einfach beim Klingeln auf die Play-Taste gedrückt und schon kann man frei sprechen. Die Sprachqualität ist dabei noch akzeptabel. Mein Telefoniepartner beschreibt die Qualität als verständlich, aber leicht blechern.

Fazit

Bisherige erfüllte Erwartungen und positive Entdeckungen:

  • Gibt, wie beworben, kabellos (per Bluetooth) Musik aus
  • Hielt bei mir 30 Stunden Spielzeit aus, bei bürotauglicher Lautstärke
  • Steht solide auf dem Tisch, ohne zu klappern oder dröhnen (Geprüft bei durchschnittlicher Pop-Musik)
  • Das Material ist solide Verarbeitet, fühlt sich wertig an
  • Klingt klangvoll, kein Wunderwerk, aber für die Größe OK
  • Stellt Line-In über Klinke bereit
  • Ist mit etwa 6x6x6 cm Kantenlänge klein und handlich
  • Die Musik lässt sich pausieren und später fortsetzen, sobald es die Verbindung wieder zulässt
  • Navigation läuft einwandfrei
  • Sieht hübsch aus…

Negatives:

  • Klinken-Kabel evtl. etwas zu billig - könnte in ein paar Wochen Intensivnutzung zu Problemen führen
  • Hält die Verbindung nur über eine kurze Distanz. Gewünscht hätte ich mir mindestens 10m bei Verwendung mit meinem iPhone.
  • Hat Verbindungsabbrüche, vor allem, wenn man sich zwischen Sender und Speaker stellt - schade!
Damian Thater

08.03.2013

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